Mehr Sichtbarkeit für Stellenangebote durch strukturierte Daten

Lukas Becker
von Lukas BeckerLinkedInLesezeit: 3 Minuten

Eine Vielzahl aller Jobsuchen beginnen mit einer Google-Suchanfrage. Sobald der Google-Algorithmus in einer Suchanfrage einen Job-Intent erkennt, zeigt Google in einer prominent hervorgehobenen Box passende Stellenangebote direkt in den Suchergebnissen an. Google for Jobs durchsucht hierfür unterschiedliche Quellen (Jobbörsen, Karriereseiten, Unternehmensseiten etc.) und bündelt die Ergebnisse, das aktive Posten von Stellenanzeigen ist deshalb nicht möglich - das Tool ist eine vertikale Suchmaschine und keine eigenständige Jobbörse, wie Indeed oder StepStone.

Zum Auffinden der Jobs nutzt der Google-Algorithmus strukturierte Daten - das sind maschinenlesbare Informationen, die im Quelltext einer Website hinterlegt werden können und Suchmaschinen dabei helfen, Seiteninhalte zu klassifizieren.

Unternehmen, die Google for Jobs nutzen, profitieren von höherer Sichtbarkeit und generieren dadurch mehr Seitenzugriffe - ZipRecruiter berichtet von einem Anstieg der organischen Zugriffe ohne Markenbezug von 35%.

Welche Auswirkungen hat die Jobs-Integration auf die SERPs?

Die Jobs-Integration rankt in den meisten Fällen oberhalb der organischen Suchergebnisse und drängt die organischen Suchergebnisse damit aus dem above the Fold-Bereich - insbesondere an Mobilgeräten müssen User:innen lange scrollen, bis das erste organische Suchergebnis erscheint - hieraus ergibt sich eine geringere Klickrate für die organischen SERPs.

In über 90% aller Suchanfragen mit Job-Intention rankt die Jobs-Box direkt auf Position 1. Die Anzahl der organischen Treffer reduziert sich mit Google Jobs-Box von 10 auf 9. In einigen Fällen werden oberhalb der Jobs-Integration zusätzlich bis zu 4 bezahlte Ergebnisse platziert.

Wie sieht die Jobs-Integration in den SERPs aus?

Die Jobs-Integration besteht aus 2 Widgets, die untereinander angeordnet sind: Das obere Widget verlinkt zu diversen Stellenportalen (Indeed, StepStone etc.), das untere Widget beinhaltet eine Listung mit 3 Stellenangeboten, eine Filterfunktion und eine Schaltfläche, die zu weiteren Stellenangeboten verlinkt.

Ein Stellenangebot besteht aus einem Titel, einem quadratischen Vorschaubild (in der Regel das Unternehmenslogo) und diversen Meta-Informationen (Ortsangabe, Quelle, Veröffentlichungsdatum, Beschäftigungsart, Vergütung etc.).

Beim Klick auf ein Stellenangebot erweitert sich die Stellenanzeige und zeigt zusätzlich:

  • einen Textauszug, der nach 4 Zeilen automatisch gekürzt wird
  • Verlinkungen zu allen Stellenportalen und Karriereseiten, auf denen die Stellenanzeige gefunden wurde
  • Verlinkungen zu Bewertungsplattformen, wie Kununu und Glassdoor

Beim Klick auf die Schaltfläche mit weiteren Stellenangeboten öffnet sich bildschirmfüllend eine neue Ansicht, die stark an bekannte Stellenbörsen erinnert, aber vollständig in die Google Suche integriert ist. In dieser Ansicht gibt es 3 Bereiche - eine am oberen Bildschirmrand feststehende Filter-Funktion, die Ergebnisliste und die Detailansicht eines ausgewählten Stellenangebots.

Die Bewerbung findet über die Website statt, auf der das Stellenangebot ursprünglich erschienen ist.

Wann erscheint die Jobs-Integration?

  • Jobsuchen: Die Integration erscheint bei so gut wie allen Suchanfragen mit Job-Intent auf Position 1, z.B. elektriker jobs kassel
  • Berufsbezeichnungen & Ausbildung: Die Integration taucht ebenfalls bei einigen (nicht bei allen!) Berufsbezeichnungen und Ausbildungssuchen auf, z.B. verkäuferin, lkw-fahrer, ausbildung, praktikum
  • Firmennamen: Bei Suchanfragen mit Firmennamen in Kombination mit Job-Intent erscheint die Integration ebenfalls, meist auf Position 2, nach dem organischen Suchergebnis, z.B. rewe karriere

Lesen Sie auch...